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buch7 unterstützt TLPE eV mit 10.000€

September 2020 · Thüringer Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. erhält zur Förderung seiner Arbeit 10.000€

buch7.de unterstützt den Thüringer Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. mit 10.000€

Wir haben uns dieses mal für die Unterstützung eines Vereins entschieden, der jenen Menschen hilft die eine psychische Erkrankung erlitten haben und nach Ihrer Behandlung eine Anlaufstelle suchen – der Thüringer Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. (TLPE). Vor allem in Corona-Zeiten und sozialem Abstand ist diese Arbeit besonders zu würdigen.

Der TLPE hat uns darauf hin einen Brief geschickt, der uns alle berührt hat und den den Sie hier lesen können.


Danksagung für die großartige Hilfe!

Wer wir sind

Der Thüringer Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. wurde im Jahr 2000 in Jena von Betroffenen gegründet. Ziel war und ist es, Menschen mit psychischen Erkrankungen nach dem Klinikaufenthalt eine Anlaufstelle anzubieten. Bereits im Jahr 2002 zog der Verein nach Erfurt, um seinen Wirkungskreis zu erweitern. Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich und konnte bis zum heutigen Tag viele Erfolge verbuchen. Der Thüringer Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. unterstützt Selbsthilfegruppen bei der Gründung, bei Veranstaltungen und mit Informationsmaterial. Mit Rat und Tat stehen wir allen Betroffenen, deren Angehörigen und allen Interessierten zur Seite. Der Umfang der Anfragen und der Besprechungen nahm von Jahr zu Jahr stetig zu.

Das angemietete Büro im Haus der Vereine in der Johannesstraße wurde zu klein und der Verein ist im Jahr 2016 in den Ammertalweg 7 in Erfurt umgezogen. Neben den Mieträumen steht hier ein Tagungsraum zur Nutzung zur Verfügung. Das Büro ist mit einem Fahrstuhl zu erreichen. Wir haben besonderen Wert auf einen barrierefreien Zugang gelegt. Das Büro ist hell und freundlich und vermittelt einen warmen Gesamteindruck. Wir sind sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln als auch mit dem PKW gut zu erreichen. Zum Stadtzentrum sind es nur wenige Kilometer. Wir sind aber auch thüringenweit aktiv und vor Ort. Beratungsgespräche, Trialoge und Fachtage werden auch hier sehr gern angenommen.

Wie wir arbeiten

In der langjährigen Arbeit des Thüringer Landesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. in der Stadt Erfurt und Umgebung war und ist die Arbeit mit Betroffenen, deren Angehörigen und Selbsthilfegruppen stets ein Schwerpunkt.

Die Prävention und die Aufklärung über das Entstehen von psychischen Erkrankungen ist ein Ansatz unserer Arbeit. Aus unserer Erfahrung heraus können wir feststellen, dass Betroffene diese Angebote suchen, nutzen, mitgestalten und entwickeln wollen. Dies hat aber auch dazu geführt, dass sich die Betroffenen vermehrt mit dem Anliegen der Hilfe, Unterstützung und Begleitung in besonders schwierigen Lebenssituationen an uns wenden.

Unsere Mitarbeiter sind ausgebildete Genesungsbegleiter und Resilienz-Trainer. Zusätzlich befinden sich weitere Genesungsbegleiter und Peer-Counselor in Ausbildung. Die Beratungsmethode ermöglicht ein Gespräch auf Augenhöhe und verhelfen zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit.

Wer bei uns Hilfe sucht

Im Mittelpunkt stehen diejenigen Menschen, die auf Grund ihrer Lebenssituation ein komplexes Hilfs- und Unterstützungsangebot bedürfen. Ihre Situation ist geprägt durch Gewalterfahrung, Beziehungsproblemen, Arbeitsplatzproblematiken sowie gesundheitliche Problemlagen.

Wie erlebten wir den Beginn der Pandemie und deren Folgen

Die Verunsicherung war erst mal bei uns allen groß, als wir unser Beratungsbüro wegen der Pandemie schließen mussten. Fragen über Fragen folgten. Wie, wo und was konnten wir tun, um die Betroffenen zu unterstützen. Mit Telefonkonferenzen und sehr viel Mailverkehr kamen die ersten Ideen, aber auch vermehrt Anfragen von nicht nur Betroffenen, sondern auch von Menschen, die voller Ängste waren. Sie trauten sich nicht mehr auf die Straße, wollten und konnten nicht einkaufen, beteiligten sich an Hamsterkäufen oder waren mit den fortlaufenden Informationen über die Medien völlig überlastet und verunsichert. Unsere geplanten Veranstaltungen, Fachtage und unsere Geburtstagsfeier zum 20-jährigen Bestehen mussten immer wieder verschoben werden. Die geplanten Seminare, die für uns wirtschaftlich überlebenswichtig sind, mussten abgesagt werden und wann wir damit wieder starten können, ist ungewiss.

Welche Aktivitäten wurden kreativ umgesetzt

Somit war uns klar, dass wir hier eine schnelle Lösung finden müssen, um zu helfen. Unsere sämtlichen Ausgaben der Selbsthilfezeitung wurden online gestellt. Der Aufwand war enorm, schließlich waren es 28 Ausgaben. Weiterhin starteten wir einen Chat, indem sich die Menschen an uns wenden konnten. Die telefonische Beratung führten wir weiter. Jeder Berater und Vorstandsmitglied investierte hier sehr viel Zeit, auch mit einer „Übersetzung“ der Verordnungen und wie sie zu verstehen sind. Den Einkauf von Lebensmitteln und anderen Dingen des täglichen Bedarfes übernahmen wir besonders für ältere Menschen. Auch für uns war dies oft sehr schwierig, da wir ja auch Angst hatten und mit den sehr vielen Sicherheitsmaßnahmen zurechtkommen mussten.

Welche Aktivitäten wurden kreativ umgesetzt

Das Ende der Corona Krise ist auch heute noch nicht absehbar. Zwar sind einige Beschränkungen gelockert bzw. aufgehoben wurden, aber solange es keinen Impfstoff dafür gibt, ist mit einem erneuten Ausbruch zu rechnen.

Die persönliche Beratung im Büro oder vor Ort, die Durchführung von Veranstaltungen und Seminaren steht auf dem Prüfstand. Wir haben notdürftig reagieren müssen, um einige Angebote zu digitalisieren. Dieses Format müssen wir ausbauen. Wir müssen vorbereitet sein auf Kontaktverbote und deren Folgen. Auch die Zielgruppe hat sich geändert. Wir beraten heute nicht nur Betroffene sondern auch Angehörige von älteren Menschen, die in Pflegeheimen oder Krankenhäusern untergebracht sind. Es fehlt an Maßnahme-Plänen, die gemeinsam mit anderen Verbänden, Gesundheitsämtern und Trägern erarbeitet werden müssen.

Aktuell erarbeiten wir den Zugang zu anderen sozialen Medien, um mit unserem Wissen andere Menschen zu unterstützen. Ein TLPE - Taschenbuch ist in der Planungsphase. Auch dies soll online verfügbar sein. Aber auch der „gute alte Brief“ soll als TLPE - Brieftaube für ältere Menschen ins Leben gerufen werden. Soziale Isolation und Angst verschärfen die Krisen und ein Miteinander. Hier stellen wir uns vor, gemeinsam mit Alten- und Pflegeheimen bzw. deren Trägern, ein Konzept zu erstellen. Dabei sehen wir auch eine Entlastung des Personals. Vielleicht können wir auch hier Seminare anbieten, die dem Personal helfen, eine Resilienz zu entwickeln.

Die Selbsthilfearbeit mit persönlichen Treffen steht ebenfalls auf dem Prüfstand. Hier werden wir gemeinsam mit den Selbsthilfegruppen überlegen müssen, wie diese wichtige Arbeit in Zukunft realisiert werden kann. Einen Handlungsleitfaden haben wir von dem Paritätischen Gesamtverband auf unserer Homepage veröffentlich. Es ist zu gefährlich, diese Gruppentreffen ausgerechnet jetzt zu beenden. Wir wissen noch nicht, wie sich die Pandemie seelisch auswirkt. Wir müssen auf jedem Fall vorbereitet sein.

Wie aus Sorgenfalten Lachfalten wurde

Dies alles geht nur, wenn unsere Arbeit auch finanziell unterstützt wird. Wie bereits berichtet, ist ein Baustein unsere Finanzierung durch die Seminare vorgesehen. Seit mehr als einem Vierteljahr fehlen diese und andere Einnahmen und wir können nicht sagen, wann es weiter geht.

Diese Sorgen beschäftigten uns sehr und die Belastung war kaum auszuhalten. Am 10. Juni 2020 dann ein Lichtblick. Wir erhielten eine E-Mail von einer Mitarbeiterin von buch7, in der sie anfragte, ob wir uns vorstellen könnten, sie als Sponsor zu haben. So etwas hätten wir nie für möglich gehalten. Gerade in einer Zeit, wo doch jeder mit sich, mit seinen Unternehmen zu tun hat, erhalten wir so eine glückliche Anfrage. Nachdem der Vorstand sich beraten hatte und es eigentlich immer noch nicht glauben konnte, unterschrieben wir den Sponsoring-Vertrag und warteten ungläubig. Keiner hatte bis dahin an uns gedacht, wie wir es immer wieder schaffen, anderen Menschen zu helfen oder zu unterstützen oder welche Sorgen uns dabei begleiten. Wir warteten also erst einmal ab, ob wir tatsächlich einmal so viel Glück haben sollten. Am 30. Juni 2020 erhielten wir die unglaublichste E-Mail seit unserem Bestehen. Sage und schreibe 10.000 Euro sollten wir erhalten. Aufgeregte Telefonate innerhalb des Vorstandes folgten. Keiner von uns konnte es so richtig glauben und wir alle standen erst einmal unter Schock. Wir einigten uns darauf, dass wir erst einmal den Zahlungseingang abwarten und schauen dann. Sicherlich kann sich keiner vorstellen, wie groß die Freude war, als wir den Zahlungseingang auf unserem Bankkonto gesehen haben. Von „Das gibt’s doch gar nicht“ über „ich bin sprachlos“ oder „mir fehlen die Worte“ war wohl alles dabei.

Danke – ist so ein kleines Wort, aber glauben Sie mir, es kommt ganz tief aus unserem Herzen.

Edith Handschuh

im Auftrag aller Mitarbeiter und dem Vorstand





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